Einen Titel für Familienministerin Kristina Köhler
Entschuldigung, Frau Dr. Kristina Köhler, die neue Familienministerin im Team von Kanzlerin Angela Merkel.
“Gerechtigkeit als Gleichheit? Eine empirische Analyse der objektiven und subjektiven Responsivität von Bundestagsabgeordneten”, so der Titel ihrer Doktorarbeit.
Aha.
Die sueddeutsche hat sich das Ganze etwas genauer angesehen:
Im Wissenschaftsjargon ist das eine klassische Typ-II-Arbeit. Typ I wären Arbeiten, die inhaltlich wirklich etwas Neues zutage befördern und damit dem Autoren eine wissenschaftliche Karriere eröffnen. Zum Typ II zählen solche Arbeiten, bei denen das erste Ziel der Titel ist.
und weiter
With a little help from my friends: So hat sich Köhler ein engmaschiges Netzwerk aus Uni, Politik und privatem Umfeld aufgebaut.
Zu den Unterstützern gehört auch ihr Lebensgefährte Ole Schröder. Der sechs Jahre ältere CDU-Mann aus Pinneberg ist seit der Regierungsneubildung Staatssekretär im Innenministerium.
Ziemlich hipp gibt sich die 32 jährige auf ihrer Webseite. Klar, nach einem arbeitsreichen Tag mit Geld verdienen, Kindertaxi, Hausaufgaben- und Lernhilfe, dem Haushalt und den 1000 anderen kleinen Dingen, die ein Familienleben so (er)füllen, vertreibt sich Mutter oder Vater gern die rare Freizeit mit Frau Köhler bei twitter oder facebook.
Für mich als Vater muss sie sich ihre Sporen erst mit familienfreundlicher Politik durch jede Gesellschaftsschicht verdienen. Allein mit ihrem Doktortitel hat sich die noch ledige und kinderlose als Familienministerin jedenfalls nicht qualifiziert.
Da macht es sich gut, dass Frau Doktor am 13. Februar 2010 heiratet. Und vielleicht bekommt Sie ja auch bald ein Kind, damit sie von Familie etwas mehr Ahnung hat, als ein Blinder von den Farben.
Fragt sich nur, wie zwei Vollzeitpolitiker das überhaupt in ihren überfüllten Terminkalendern unterbringen könnten. Da hör’ ich doch schon wieder die Beatles…
Aber vielleicht twittert sie uns das ja alles noch.

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